Der eigene Rentenbescheid

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich seit einiger Zeit systematisch in Unternehmen investiere und so privaten Vermögensaufbau betreibe. Daraus ließe sich später ein Passiveinkommen generieren – Altersvorsorge in Eigenregie. Ab jetzt stelle ich mir einen eigenen Rentenbescheid aus, den ich hier auf meiner Seite veröffentliche.

Warum das?

Für mich selbst, diesen Blog und für die Unterstützung eurer Entscheidungsfindung, ebenfalls eine eigene Altersvorsorge fernab von Riester und Co. aufzubauen, mache ich ab diesem Jahr den Stand einer möglichen Zusatz-Rente in Eigenregie transparent. Ich will die Zahlen einmal pro Quartal aktualisieren.

Da ein großer Teil chancenorientiert angelegt ist, wird die hochgerechnete Zusatzrente heftig mit dem Auf und Ab der Weltbörsen schwanken. Langfristig sollten die möglichen monatlichen Ausschüttungen aber trotz Nullzinsphase steigen. Und das will ich zeigen. Praktisch an einem echten Beispiel. Und diese beiden Werte veröffentliche ich:

  • Prognostizierte monatliche Nettorente aus eigenem Gesamtkapital zum Jahr 2038: 294,83 €
  • Prognostizierte monatliche Nettorente aus risikolosem Anteil im Jahr 2038: 59,79 €

Annahmen

Für meinen Rentenbescheid lege ich die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Berechnung für einen Rentenstart 2038
  • Dauer der Rentenphase: 30 Jahre
  • Entnahme-Modus: hohe Wahrscheinlichkeit für Kapitalerhalt
  • Aktienmarktrendite für den Risikoteil, keine Rendite für den risikoarmen Teil
  • Steuersatz auf Kapitalerträge in der Entsparphase: 30%, Freibetrag: 1.000 Euro

Gründe für die eigene Rente

Für den privaten Vermögensaufbau sprechen viele Gründe, die ich hier nicht alle aufzählen will. Bezüglich einer eigenen (Zusatz-) Rente seien aber drei Punkte genannt:

Die staatliche Rente bekommt Probleme

Das ist nicht neu. Seit Jahrzehnten weiß man, dass der demographische Wandel dafür sorgen wird, das Renten-Niveau weiter sinken zu lassen. Die Zuschüsse aus dem Staatshaushalt können nicht ewig steigen. Was aber keinem mathematischen und logischem Zusammenhang folgt, ist die teilweise Willkür, wie Politiker über Gelder entscheiden:

Politiker greifen gerne in Honigtöpfe

Das deutsche Rentensystem basiert auf dem Vertrauen, dass man im Alter Transferleistungen von der arbeitenden Bevölkerung bekommt. In dieses Versprechen kann jederzeit per Gesetz eingegriffen werden. Die Politik bedient sich gerne an jeglichen großen Honigtöpfen. So wurden zum Beispiel die hohen Lasten der Wiedervereinigung zu einem guten Teil auf die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung abgewälzt. Auf der anderen Seite steigt der Anteil der Rentner an den Wahlurnen. Trotzdem kann nicht unendlich umverteilt werden.

Staatliche Rohrkrepierer wie die Riester-Rente

Ich weiß nicht, ob die Kompetenz deutscher Politiker im Finanzbereich oder der Einfluss von Lobbyisten mehr wiegt. Vermutlich hat aber genau diese Kombination dazu geführt, dass so etwas wie die klassische Riester-Rente das Licht der Welt erblicken konnte. Fast alle Angebote glänzen mit hohen Kosten, irrationalen Garantien und einen für den langen Anlagezeitraum viel zu geringen Aktienanteil.

Fazit

Die selbstständig umgesetzte Rente muss die gesetzliche Rente oder bestehende Altersvorsorgeverträge nicht ersetzen, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Besser zwei oder drei Säulen als eine allein. Mit meinem eigenen Rentenbescheid möchte ich zeigen, dass sich eine langfristig ausgelegte Anlagestrategie lohnt und die täglichen Berichte über den Aktienmarkt geraduzu irrelevant sind.

So long, not short!
Torben

Die Podcast-Episode zum Artikel


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