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	<title>Führung Archive &#8226; Reflect-ion</title>
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	<description>neue Wirtschaft und finanzielle Selbstständigkeit</description>
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		<title>Innovation durch Weglassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2017 06:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kreativität, Teamfähigkeit und unternehmerisches Denken, diese Punkte fehlen in fast keiner Jobanzeige. Klar, das Thema Innovation ist en vogue. Der Markt wird enger, die Dynamik nimmt zu. Innovative Unternehmen erzeugen Marktdruck auf weniger innovative Unternehmen. Schaut man sich &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kreativität, Teamfähigkeit und unternehmerisches Denken, diese Punkte fehlen in fast keiner Jobanzeige. Klar, das Thema <strong>Innovation</strong> ist <em>en vogue</em>. Der Markt wird enger, die Dynamik nimmt zu. Innovative Unternehmen erzeugen Marktdruck auf weniger innovative Unternehmen.</p>
<p>Schaut man sich aber in den Unternehmen um, ist man von der Innovationsfähigkeit häufig nicht so recht überzeugt. Dabei hat man extra darauf geachtet die pfiffigen Mitarbeiter einzustellen oder auszubilden. Diejenigen mit Ideen, die sich begeistern können für eine neue Sache. Die dafür brennen und den nötigen <strong>Spirit</strong> auch in das Team einbringen.</p>
<h2>Wie nun innovieren?</h2>
<p>Jetzt ist vielleicht ein Absatz angebracht, der aufzählt, welche Umstände im Unternehmen vielleicht zu mehr Innovation führen könnten. Doch das ist nicht Ziel dieses Artikels. Vielmehr möchte ich darauf aufmerksam machen, was der Innovation alles <strong>im Wege stehen</strong> könnte, was also die Motivation versprühenden Mitarbeiter daran hindert oder davon abhält eigene Ideen auch wirklich umzusetzen und am Markt zu testen. Denn am Ende handelt es sich nur dann um eine Innovation, wenn die neu Idee auch umgesetzt ist und jemand echtes Geld dafür bezahlt.</p>
<p><a href="http://reflect-ion.de/wp-content/uploads/2017/12/Inno-Firewall_600.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-267 size-full" src="http://reflect-ion.de/wp-content/uploads/2017/12/Inno-Firewall_600.jpg" alt="" width="600" height="378" srcset="https://reflect-ion.de/wp-content/uploads/2017/12/Inno-Firewall_600.jpg 600w, https://reflect-ion.de/wp-content/uploads/2017/12/Inno-Firewall_600-300x189.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<h2>Die Innovations-Firewalls</h2>
<p>Vorab: diese Überschrift ist unpassend. Sie suggeriert, dass nun alle innovationshemmenden Strukturen abschließend aufgezählt werden. Das ist aber nicht der Fall. Eine Auswahl soll hier ausreichen.<span id="more-252"></span></p>
<h3>Erfolg der Verangenheit</h3>
<p>Ein Unternehmen wäre heute nicht am Markt, wenn es in der Vergangenheit und bis heute! nicht erfolgreich wirtschaften würde. Das wird niemand anzweifeln wollen, solange man <i>erfolgreich</i> auf den ökonomischen Aspekt bezieht. Das lassen wir mal so stehen.</p>
<h3>Macht der Steuerung</h3>
<p>Organisationen lernen mit der Zeit, wie die eigenen Produkte oder Dienstleistungen effizient erzeugt und vertrieben werden können. <strong>Prozesse</strong> bilden sich aus. Anleitungen wie etwas zu tun ist werden neuen Mitarbeitern an die Hand gegeben. Es werden Verantwortliche für Prozesse gefunden. Die, die den Prozess aufgebaut haben vielleicht. Regeln werden erlassen und Richtlinien. Alles, damit die Prozesse rund laufen. Prozesse, Regeln und auch die <em>Führungskräfte</em> steuern die Mitarbeiter, Maschinen und Software.</p>
<h3>Feste Organisationsstruktur</h3>
<p>Zudem bildet sich eine Organisation aus, die zu den etablierten Prozessen passt. Man findet heraus, wie man möglichst effizient arbeitet. Jeder hat seinen Platz, seine Stelle mit samt der dazugehörigen Stellenbeschreibung. Und da selbst diese noch genügend Spielraum lässt, braucht es Handbücher, Prozessbeschreibungen, Bedienungsanleitungen etc. Eine neu eingestellte oder frisch ausgebildete Mitarbeiterin wird zugeordnet, einem Bereich, einer Abteilung, einem Team, einer Stelle und einer vorgesetzten Führungskraft. <em>Abteilung</em>. Das war etwas oberflächlich, lesen Sie das Wort einmal intensiver! <em>Ab</em>-Teilung!</p>
<h3>Funktionale Trennung</h3>
<p>Funktionen, also beispielsweise die Kundenbetreuung, die Produktion, die Entwicklung, IT-Operations usw. werden getrennt. Jede <strong>Abteilung</strong> kann dann besonders effizient bestimmte Arbeitsschritte ausführen, mit dem Ziel, dass deren Ergebnisse für die nächsten Prozessschritte zu gebrauchen sind. Und falls nicht oder zu spät geliefert wird, dafür gibt es ja die Führungskräfte, die <em>regeln</em> das.</p>
<h2>Was nun tun?</h2>
<p>Wie schon oben angemerkt, möchte dieser Artikel es nicht leisten zu beschreiben, welche Struktur und welche <strong>Maßnahmen</strong> zu mehr Innovation führen. Ich möchte auf etwas anderes hinaus.</p>
<p>Für die Frage, was man tun kann, möchte ich zwei grundsätzliche Alternativen unterscheiden:</p>
<ul>
<li>Weglassen</li>
<li>Hinzufügen</li>
</ul>
<h2>Weglassen</h2>
<p>Ein möglicher Weg zur Wiederherstellung der Innovationsfähigkeit im Unternehmen ist das <strong>Weglassen</strong> etablierter Innovations-Firewalls, also das gezielte Abschaffen innovationsfeindlicher Strukturelemente. Weniger Steuerung und festgezurrte Strukturen für mehr Selbstorganisation und Führung. Weniger Regeln und enge Stellenbeschreibungen für höhere Flexibilität und engere Zusammenarbeit satt Abteilung usw.</p>
<p>Doch das fällt schwer. Das Weglassen einmal etablierter Strukturelemente fällt Managern mindestens genauso schwer wie dem Finanzminister die Abschaffung oder Vereinfachung von Steuerarten. Stattdessen fügen wir gerne Neues hinzu.</p>
<h2>Hinzufügen</h2>
<p>Statt also Verhinderer von Innovation aus dem Weg zu räumen, werden <strong>neue Maßnahmen</strong> ergriffen. Was also in der Organisation nicht entsteht, weil Hindernisse ein innovationsfreundliches Klima verhindern, soll herbei<em>gemanagt</em> werden. Apelle wie „wir brauchen mehr Innovation!“ sind da noch harmlos. Gremien, neue Projekt-Management Frameworks, Gruppen und Untergruppen, Innovations-Manager, InnoLab, Agenda 2030, der Fantasie sind gerade keine Grenzen gesetzt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Etwas Etabliertes wegzulassen, das fällt uns oft schwer. Schließlich gab es irgendwann einmal vielleicht gute Gründe es einzuführen oder auszuprobieren. Selbst, wenn etwas offensichtlich nicht zum Unternehmenserfolg beiträgt, wird oft daran festgehalten. Statt etwas wegzulassen fügt man weitere Strukturelemente der Organisation zu. Dann muss es doch klappen mit der Innovation!</p>
<p><strong>Reflektieren</strong> Sie einmal darüber, ob es bei dem Thema Innovation oder bei einem anderen Thema in ihrem Unternehmen auch dazu kam, dass man obendrauf gesattelt hat, obwohl man vielleicht auch einfach mal etwas hätte weglassen oder auflockern können?</p>
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		<title>Wie gut vorbereitete Mannschaften ohne Chef echte Probleme prinzipiell lösen, wenn sie alles nötige wissen dürfen und sich die Beute teilen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2017 11:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexität]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für eine Überschrift! Verschnörkelt, das ist gar kein guter Stil. Ich verwende sie heute trotzdem. Weil sie alle Gedanken enthält, die Lars Vollmer in seinem neuen Buch „Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was für eine Überschrift! Verschnörkelt, das ist gar kein guter Stil. Ich verwende sie heute trotzdem. Weil sie alle Gedanken enthält, die Lars Vollmer in seinem neuen Buch „<a href="https://www.amazon.de/gp/product/3981918002/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3981918002&amp;linkCode=as2&amp;tag=amazonpart0ed-21&amp;linkId=ef13e0d26049d2e9832db2d97002f270" target="_blank" rel="noopener">Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="//ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=amazonpart0ed-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=3981918002" alt="" width="1" height="1" border="0" />“, vorstellt.</p>
<p>Nach der Lektüre der Bücher &#8222;Wrong Turn&#8220; und &#8222;Zurück an die Arbeit&#8220; habe ich dieses Buch blind vorbestellt, so wie ich es sonst nur bei Metallica Alben mache. Und das hat sich auch hier nicht gerächt. Zuerst habe ich gedacht, na nun, das Buch so kurz? Über das Thema müsse man doch mehr Text schreiben. Kann man bestimmt. Muss man nicht. Nicht, wenn man es wie der Autor schafft die aktuelle Gedankenwelt zur neuen Arbeit in komplexen Märkten so prägnant auf Papier zu bringen und mit Geschichten zu garnieren, die zum Nachdenken einladen.</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/3981918002/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3981918002&amp;linkCode=as2&amp;tag=amazonpart0ed-21&amp;linkId=b5880471c52288b2b19ec4c32625412b" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;MarketPlace=DE&amp;ASIN=3981918002&amp;ServiceVersion=20070822&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;Format=_SL250_&amp;tag=amazonpart0ed-21" border="0" /></a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="//ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=amazonpart0ed-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=3981918002" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<h3>Haltung</h3>
<p>Das Buch enthält nicht aus der Laune heraus zusammengestellte Gedanken nach dem Motto &#8218;wäre doch auch mal schön, wenn man mal so arbeiten würde&#8230;&#8216;. Nein, die Gedanken sind gereift aus jahrelanger Theoriearbeit und Praxiserfahrungen. Diese finden man hier konzentriert in einem kurzweiligen Taschenbuch &#8211; Denkanstöße, warum und in welchem Kontext es sich lohnen könnten, von der Managament-Lehre des letzten Jahrhunderts abzuweichen. Lasst euch nicht nicht vom sehr gelungenen Schreibstil täuschen, der Inhalt hat es in sich!</p>
<p>Als Führungskraft alter Schule in einem etablierten und gut strukturierten Unternehmen kann man unterschiedliche Haltungen zu der von Lars gekonnt in Szene gesetzten Gedankenwelt einnehmen. Eine lautet „sich verschließen“. Man kann sich dem Inhalt verschließen und den Gedanken verfolgen, es handelt sich hier um ein Fantasiegebäude, was mit der Welt, in der ich arbeite, nichts zu tun hat. Das wird vermutlich in eine Sackgasse führen. Die eine lautet „sich öffnen“. Dann empfehle ich das Buch öfter zu lesen und alle Gedanken zusammenhängend mit dem Geschehen im eigenen Unternehmen in Zusammenhang zu bringen und darüber zu reflektieren. In diesem Fall wünsche ich Ihnen den Mut ihr Unternehmen für die Zukunft fit zu machen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://reflect-ion.de/2017/12/wie-gut-vorbereitete-mannschaften-ohne-chef-echte-probleme-prinzipiell-loesen-wenn-sie-alles-noetige-wissen-duerfen-und-sich-die-beute-teilen/">Wie gut vorbereitete Mannschaften ohne Chef echte Probleme prinzipiell lösen, wenn sie alles nötige wissen dürfen und sich die Beute teilen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://reflect-ion.de">Reflect-ion</a>.</p>
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