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	Kommentare zu: Zwischenruf: Kohlenkampf	</title>
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	<description>neue Wirtschaft und finanzielle Selbstständigkeit</description>
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		Von: Ardalan Ibrahim		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ardalan Ibrahim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2018 06:42:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich glaube, das geloste Bürgerräte eine Antwort auf gerade solche Probleme sein können, weil sie alle Vorteile solcher Auseinandersetzungen haben, aber keine von den Nachteilen:

* Die Bürger werden gehört und bekommen wirksamen politischen Einfluss, wenn wir solchen Gremien offizielle politische Macht übertragen
* Die Bürger sind (annähernd) repräsentativ vertreten, so dass &quot;lautstarke Minderheiten&quot; nicht den Eindruck erwecken können, für die Mehrheit zu sprechen. Die Mehrheit ist dann selbst vertreten und kann für sich selbst sprechen. Man hört dann also wirklich &quot;die Bürgerstimme&quot;.
* Man muss sich als Einzelner nicht privat aufraffen zum Engagement (bei sehr ungleichen Möglichkeiten dazu, weil manche von uns deutlich mehr gesells. Verpflichtungen auf ihren Schultern haben als andere, Verpflichtungen, die einen davon abhalten, sich selbst dann politisch zu engagieren, wenn einem eine Entwicklung völlig gegen den Strich geht). - Stattdessen WIRD man engagiert, eben durch das Los, durch die Zufallsauswahl. Ob man sich selbst engagiert oder ob man vom Zufall engagiert wird ist ein Unterschied, der größer gar nicht gedacht werden kann. Denn privates Selbst-Engagement wird ja niemals zu Repräsentativität führen. Stattdessen sind es die immer gleichen, die es in die Politik und zum Engagement zieht. Nur die Zufallsauswahl kann diesen &quot;bias&quot; korrigieren.
* Der wichtigste Unterschied ist aber: In gelosten Bürgerräten wird die Auseinandersetzung miteinander NICHT im Kampfmodus durchgeführt, sondern im Modus der Zugewandtheit. Das ermöglicht es, gemeinsam wesentlich bessere politische Lösungen zu finden als wenn Politik nach dem Sankasten-Prinzip: &quot;Du bist doof - Nein, DU bist doof!&quot; abläuft. Oft finden geloste Bürgerräte Wege, die Bedürfnisse aller Beteiligter zu würdigen, auf die man ohne dieses Instrument niemals hätte kommen können. Der Grund dafür ist eben die Form: Zuhören anstatt sich Anschreien, wobei eben auch jeder zu Wort kommt und &quot;die Gesellschaft&quot; mithört. Das zivilisiert die politische Auseinandersetzung ganz entscheidend.

Im Grunde sind die &quot;Kämpfe&quot;, die wir immer noch miteinander führen, um gemeinsam Dinge zu entscheiden, die uns alle angehen, immer noch vorsintflutlich. Es gib viel leichtere, angenehmere und auch vom Reslutat her bessere Wege, das zu tun. Geloste Bürgerräte in unsere Landesverfassungen aufzunehmen (so wie man es 2013 in Vorarlberg getan hat) könnte ein erster Schritt sein, um die res publica in geordnetere und kooperativere Bahnen zurück zu führen. - Und: ALLE zu beteiligen, nicht nur die wenigen, die gerade zufällig mehr Zeit für politisches Engagement haben, weil sie noch Studenten oder schon Rentner sind oder aus finanziell besonders gut ausgestatteten Familien kommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, das geloste Bürgerräte eine Antwort auf gerade solche Probleme sein können, weil sie alle Vorteile solcher Auseinandersetzungen haben, aber keine von den Nachteilen:</p>
<p>* Die Bürger werden gehört und bekommen wirksamen politischen Einfluss, wenn wir solchen Gremien offizielle politische Macht übertragen<br />
* Die Bürger sind (annähernd) repräsentativ vertreten, so dass &#8222;lautstarke Minderheiten&#8220; nicht den Eindruck erwecken können, für die Mehrheit zu sprechen. Die Mehrheit ist dann selbst vertreten und kann für sich selbst sprechen. Man hört dann also wirklich &#8222;die Bürgerstimme&#8220;.<br />
* Man muss sich als Einzelner nicht privat aufraffen zum Engagement (bei sehr ungleichen Möglichkeiten dazu, weil manche von uns deutlich mehr gesells. Verpflichtungen auf ihren Schultern haben als andere, Verpflichtungen, die einen davon abhalten, sich selbst dann politisch zu engagieren, wenn einem eine Entwicklung völlig gegen den Strich geht). &#8211; Stattdessen WIRD man engagiert, eben durch das Los, durch die Zufallsauswahl. Ob man sich selbst engagiert oder ob man vom Zufall engagiert wird ist ein Unterschied, der größer gar nicht gedacht werden kann. Denn privates Selbst-Engagement wird ja niemals zu Repräsentativität führen. Stattdessen sind es die immer gleichen, die es in die Politik und zum Engagement zieht. Nur die Zufallsauswahl kann diesen &#8222;bias&#8220; korrigieren.<br />
* Der wichtigste Unterschied ist aber: In gelosten Bürgerräten wird die Auseinandersetzung miteinander NICHT im Kampfmodus durchgeführt, sondern im Modus der Zugewandtheit. Das ermöglicht es, gemeinsam wesentlich bessere politische Lösungen zu finden als wenn Politik nach dem Sankasten-Prinzip: &#8222;Du bist doof &#8211; Nein, DU bist doof!&#8220; abläuft. Oft finden geloste Bürgerräte Wege, die Bedürfnisse aller Beteiligter zu würdigen, auf die man ohne dieses Instrument niemals hätte kommen können. Der Grund dafür ist eben die Form: Zuhören anstatt sich Anschreien, wobei eben auch jeder zu Wort kommt und &#8222;die Gesellschaft&#8220; mithört. Das zivilisiert die politische Auseinandersetzung ganz entscheidend.</p>
<p>Im Grunde sind die &#8222;Kämpfe&#8220;, die wir immer noch miteinander führen, um gemeinsam Dinge zu entscheiden, die uns alle angehen, immer noch vorsintflutlich. Es gib viel leichtere, angenehmere und auch vom Reslutat her bessere Wege, das zu tun. Geloste Bürgerräte in unsere Landesverfassungen aufzunehmen (so wie man es 2013 in Vorarlberg getan hat) könnte ein erster Schritt sein, um die res publica in geordnetere und kooperativere Bahnen zurück zu führen. &#8211; Und: ALLE zu beteiligen, nicht nur die wenigen, die gerade zufällig mehr Zeit für politisches Engagement haben, weil sie noch Studenten oder schon Rentner sind oder aus finanziell besonders gut ausgestatteten Familien kommen.</p>
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